+ Ein Inserat aufgeben
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Wenn Sie vermuten, dass Sie betrogen wurden, handeln Sie möglichst zügig und geordnet. Eine Meldung an suchen.expert, die Kontaktaufnahme mit Ihrer Bank und eine Strafanzeige erfüllen unterschiedliche Zwecke und können parallel erforderlich sein.

Beenden Sie Zahlungen und weitere Abwicklungsschritte
Leisten Sie keine weiteren Zahlungen und versenden oder übergeben Sie keine weiteren Gegenstände, solange der Sachverhalt ungeklärt ist. Öffnen Sie keine zusätzlichen Links oder Dateien, die Ihnen die andere Person sendet, und geben Sie keine weiteren persönlichen Daten oder Zugangsdaten weiter.
Brechen Sie den direkten Kontakt ab, wenn Sie unter Druck gesetzt, bedroht oder zu weiteren Zahlungen aufgefordert werden. Versuchen Sie nicht, die andere Person eigenständig aufzusuchen oder Gegenstände persönlich zurückzuholen. Sichern Sie vorher, soweit dies gefahrlos möglich ist, den vorhandenen Nachrichtenverlauf und andere relevante Nachweise.
Wenn Sie bereits einen Gegenstand versandt haben, können Sie den Versanddienstleister über dessen offizielle Kontaktwege fragen, ob noch eine Änderung oder Unterbrechung der Zustellung möglich ist. Ob dies möglich ist, hängt vom Versandstatus und den Bedingungen des Dienstleisters ab.

Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank oder Ihren Zahlungsdienstleister
Informieren Sie Ihre Bank, Ihr Kreditkartenunternehmen oder den verwendeten Zahlungsdienstleister über den Betrugsverdacht. Verwenden Sie dafür ausschließlich die offiziellen Kontaktdaten aus der App, von der Website, Ihrer Karte oder Ihren Vertragsunterlagen und nicht die Kontaktdaten oder Links, die Ihnen die andere Person geschickt hat.
Nennen Sie die betreffende Transaktion und fragen Sie, welche Schutz-, Sperr-, Rückruf- oder Reklamationsmöglichkeiten für den verwendeten Zahlungsweg bestehen. Ob eine Zahlung angehalten, zurückgerufen oder erstattet werden kann, richtet sich nach der Zahlungsart, dem Bearbeitungsstand und den jeweiligen rechtlichen und vertraglichen Voraussetzungen. Eine Rückzahlung kann nicht garantiert werden.
Wenn Sie Bank-, Karten- oder Onlinebanking-Daten offengelegt haben, teilen Sie dies ausdrücklich mit. Lassen Sie prüfen, ob Karten, Zugänge oder Zahlungsfunktionen gesperrt und ersetzt werden sollten, und kontrollieren Sie Ihre Umsätze auf unbekannte Buchungen.

Sichern Sie Ihre Konten und Ihre E-Mail-Adresse
Wenn Sie ein Passwort eingegeben, weitergegeben oder auf einer verdächtigen Seite verwendet haben, ändern Sie es über die offizielle Website oder App des betreffenden Dienstes. Verwenden Sie ein neues, eindeutiges Passwort. Wenn dasselbe Passwort auch für andere Konten genutzt wurde, ändern Sie es dort ebenfalls.
Sichern Sie zuerst Ihre E-Mail-Adresse, da sie häufig zur Wiederherstellung anderer Konten verwendet wird. Prüfen Sie Wiederherstellungsadressen, hinterlegte Telefonnummern, aktive Sitzungen und unbekannte Weiterleitungsregeln. Aktivieren Sie, soweit verfügbar, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Geben Sie niemals Passwörter, PINs, TANs, Bestätigungs- oder Wiederherstellungscodes weiter. Dies gilt auch dann, wenn jemand behauptet, für suchen.expert, eine Bank, einen Zahlungsdienstleister, einen Versanddienst oder eine Behörde zu handeln.
Wenn Sie vermuten, dass Ihr Gerät manipuliert oder mit Schadsoftware infiziert wurde, verwenden Sie für wichtige Änderungen möglichst ein anderes vertrauenswürdiges Gerät und lassen Sie das betroffene Gerät fachkundig prüfen.

Sichern Sie Beweise unverändert
Bewahren Sie das Inserat, die Inserat-ID, den Link und Titel, den Profilnamen sowie den vollständigen relevanten Nachrichtenverlauf auf. Sichern Sie außerdem E-Mails, Telefonnummern, Zahlungsdaten, Empfängerkonten, Transaktionsnummern, Rechnungen, Versandbelege, Sendungsnummern und andere Unterlagen, die mit dem Vorgang zusammenhängen.
Erstellen Sie bei Bedarf Screenshots oder PDF-Ausgaben, bewahren Sie aber auch die ursprünglichen Nachrichten und Dateien auf. Bearbeiten, ergänzen oder verändern Sie Beweismittel nicht. Notieren Sie in einer kurzen zeitlichen Übersicht, wann der Kontakt begann, was vereinbart wurde, wann Zahlungen oder Lieferungen erfolgten und wann Ihnen Unstimmigkeiten aufgefallen sind.
Löschen Sie den Nachrichtenverlauf, das betroffene Konto oder relevante Dateien nicht, bevor die benötigten Informationen gesichert sind. Veröffentlichen Sie die Unterlagen nicht in sozialen Netzwerken, Inseraten oder Bewertungen, da sie personenbezogene Daten enthalten und spätere Prüfungen beeinträchtigen können.

Melden Sie das Inserat und den betroffenen Nutzer an suchen.expert
Wenn das Inserat noch erreichbar ist, verwenden Sie die dort angebotene Funktion „Problem melden“. Beschreiben Sie den Betrugsverdacht sachlich und nennen Sie die wesentlichen Ereignisse und Identifikationsmerkmale. Stellen Sie Vermutungen nicht als bereits bewiesene Tatsachen dar.
Eine Anleitung finden Sie im Artikel Wie kann ich ein Problem mit einem Inserat melden?.
Ist das Inserat nicht mehr verfügbar oder benötigen Sie zusätzliche Unterstützung, verwenden Sie das Kontaktformular. Geben Sie nach Möglichkeit die Inserat-ID, den früheren Link oder Titel, den betroffenen Profilnamen und eine kurze zeitliche Darstellung an. Übermitteln Sie nur relevante Nachweise und niemals Passwörter, PINs, TANs oder Bestätigungscodes.

Erstatten Sie bei einem Straftatverdacht Anzeige
Bei einem Betrugsverdacht können Sie sich direkt an die Polizei wenden. Eine vorherige Meldung an suchen.expert ist dafür keine Voraussetzung. Bringen oder übermitteln Sie die gesicherten Unterlagen und beschreiben Sie den Vorgang sachlich und in zeitlicher Reihenfolge.
Für nicht dringende Fälle kann je nach Bundesland und Art des Sachverhalts die Onlinewache der Polizeien der Länder genutzt werden. Die Onlinewache ist nicht für Notfälle geeignet. Bei komplexen Sachverhalten oder wenn eine Onlineanzeige für den betreffenden Fall nicht angeboten wird, wenden Sie sich unmittelbar an eine Polizeidienststelle.
Bei unmittelbarer Gefahr, Gewaltandrohungen oder wenn ein sofortiger Polizeieinsatz erforderlich ist, wählen Sie in Deutschland den Notruf 110. Warten Sie in einer solchen Situation nicht auf eine Antwort der Plattform.

So werden nicht öffentliche Nutzerdaten behandelt
suchen.expert gibt nicht öffentliche personenbezogene Daten eines anderen Nutzers nicht allein auf Anfrage an eine Konfliktpartei heraus. Auch eine anwaltliche Anfrage führt nicht automatisch zu einem Anspruch auf Offenlegung.
Daten können an Behörden, Gerichte oder andere berechtigte Empfänger übermittelt werden, wenn dafür eine gesetzliche Verpflichtung oder eine andere zulässige Rechtsgrundlage besteht. Zuständige Behörden können sich im Rahmen eines Verfahrens über ihre offiziellen Wege an den Betreiber wenden. Welche Daten vorhanden sind und übermittelt werden dürfen, wird anhand des konkreten Ersuchens und der geltenden gesetzlichen Vorgaben geprüft.
Es besteht keine pauschale Zusage, dass „alle verfügbaren Daten“ gespeichert sind oder herausgegeben werden. Daten können gesetzlichen Löschfristen, Aufbewahrungspflichten, Rechten anderer Personen und technischen Beschränkungen unterliegen. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Was suchen.expert tun kann und was nicht
suchen.expert kann eine Meldung anhand der verfügbaren Informationen, der gesetzlichen Vorgaben und der Allgemeinen Nutzungsbedingungen prüfen. Bei bestätigten Verstößen können Inserate oder andere Inhalte eingeschränkt oder entfernt und Konten beschränkt oder gesperrt werden. Im Einzelfall können zusätzliche Angaben oder Nachweise angefordert werden.
Eine Meldung führt nicht automatisch zu einer bestimmten Moderationsmaßnahme. Die Plattform führt keine strafrechtlichen Ermittlungen durch und entscheidet keine privaten Zahlungs-, Eigentums-, Leistungs- oder Schadensersatzansprüche.
suchen.expert ist grundsätzlich nicht Vertragspartei der zwischen Nutzern geschlossenen Geschäfte und handelt nicht als Bank oder Zahlungsdienstleister. Die Plattform kann daher keine Zahlung eigenständig zurückbuchen, keine Erstattung garantieren und keine vertraglichen Ansprüche gegen den anderen Nutzer durchsetzen.

Wenn Sie Ausweis-, Karten- oder andere sensible Daten übermittelt haben
Wenn Sie eine Kopie oder Daten eines Personalausweises, Reisepasses, Führerscheins oder eines anderen amtlichen Dokuments übermittelt haben, kontaktieren Sie die ausstellende Behörde. Schildern Sie, welche Daten weitergegeben wurden, und fragen Sie, welche Schutzmaßnahmen im konkreten Fall empfohlen werden. Ob ein Dokument gesperrt oder ersetzt werden sollte, muss anhand der Umstände geprüft werden.
Wenn Sie Bank- oder Kartendaten übermittelt haben, wenden Sie sich unverzüglich an das ausstellende Kreditinstitut oder Kartenunternehmen. Bei weitergegebenen Mobilfunk- oder SIM-Daten kontaktieren Sie Ihren Mobilfunkanbieter. Prüfen Sie Ihre Konten und Vertragsdaten anschließend auf unbekannte Änderungen oder Vorgänge.
Bewahren Sie auch in diesen Fällen die zugehörigen Nachrichten und Nachweise auf und nennen Sie die mögliche Offenlegung sensibler Daten bei Ihrer Strafanzeige und Ihrer Meldung an suchen.expert.



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