Passt die Nachricht zu einem tatsächlichen Vorgang?
Prüfen Sie zuerst, ob Sie unmittelbar zuvor selbst eine passende Aktion auf suchen.expert ausgelöst haben. Dazu können beispielsweise eine Registrierung, die Aktivierung eines Kontos oder das Zurücksetzen eines Passworts gehören. In solchen Fällen kann eine erwartete E-Mail einen Aktivierungs- oder Zurücksetzungslink enthalten.
Vergleichen Sie Anlass, Zeitpunkt und angesprochenes Konto mit Ihrer eigenen Aktivität. Eine unerwartete Zurücksetzungsnachricht bedeutet nicht automatisch, dass jemand Zugriff auf Ihr Konto hat. Möglicherweise wurde Ihre Adresse versehentlich oder absichtlich in ein Formular eingegeben. Öffnen Sie den enthaltenen Link trotzdem nicht, wenn Sie den Vorgang nicht selbst gestartet haben.
Seien Sie auch bei einer erwarteten Nachricht aufmerksam. Täter können einen echten Vorgang zeitlich ausnutzen oder eine ähnlich aussehende Nachricht senden. Der passende Zeitpunkt allein beweist daher noch keine Echtheit.
Vollständige Absenderadresse und Antwortadresse prüfen
Ein sichtbarer Absendername wie „suchen.expert“ kann frei gewählt oder gefälscht werden. Lassen Sie sich deshalb die vollständige E-Mail-Adresse anzeigen.
Achten Sie auf:
- vertauschte oder ähnlich aussehende Buchstaben,
- zusätzliche Wörter,
- ungewöhnliche Zeichen,
- Schreibfehler,
- eine unpassende Domain nach dem „@“.
Prüfen Sie, wenn Ihr E-Mail-Programm diese Information anzeigt, auch die Antwortadresse beziehungsweise das Feld „Reply-To“. Eine abweichende Antwortadresse kann technisch begründet sein, sollte bei einer fremden oder nicht nachvollziehbaren Domain aber misstrauisch machen.
Verlassen Sie sich nicht allein auf eine plausibel wirkende Absenderadresse. Absenderangaben können manipuliert werden, und auch ein echtes E-Mail-Konto kann missbraucht worden sein. Warnungen Ihres E-Mail-Anbieters zu einer fehlgeschlagenen Absenderprüfung sollten Sie ernst nehmen.
Bei SMS können sowohl eine Rufnummer als auch ein angezeigter Absendername manipuliert sein. Je nach Gerät und Nachrichtendienst kann eine gefälschte Nachricht sogar in einem bestehenden Nachrichtenverlauf erscheinen. Ein bekannter Absendername oder derselbe SMS-Verlauf ist deshalb kein sicherer Echtheitsnachweis.
Linkziel und Domain kontrollieren
Prüfen Sie das tatsächliche Ziel eines Links, ohne ihn zu öffnen. Am Computer wird es häufig angezeigt, wenn Sie mit dem Mauszeiger über den Link fahren. Auf mobilen Geräten kann eine Linkvorschau verfügbar sein.
Wenn sich das Ziel nicht gefahrlos erkennen lässt, verwenden Sie den Link nicht.
Achten Sie auf die tatsächlich registrierte Domain. Eine Adresse wie „suchen.expert.beispiel.de“ gehört zu „beispiel.de“ und nicht zu suchen.expert.
Zusätzliche Wörter, vertauschte Zeichen, ähnlich aussehende Buchstaben oder ungewöhnliche Domainendungen können der Täuschung dienen. Verkürzte Links verbergen das Ziel und sollten bei sicherheitsrelevanten Vorgängen nicht ungeprüft verwendet werden.
Das Schlosssymbol und „https“ bestätigen lediglich, dass die Verbindung zu der aufgerufenen Website verschlüsselt ist. Auch eine gefälschte Website kann HTTPS verwenden. Verschlüsselung beweist weder, dass die Seite von suchen.expert stammt, noch dass ihr Inhalt vertrauenswürdig ist.
Ignorieren Sie Browserwarnungen zu Zertifikaten oder unsicheren Verbindungen nicht. Geben Sie auf einer solchen Seite keine Zugangsdaten ein und installieren Sie keine angeblich erforderlichen Zertifikate, Programme oder Erweiterungen.
Aktivierungs- und Zurücksetzungslinks richtig behandeln
Ein Aktivierungs- oder Passwort-Zurücksetzungslink ist nicht allein deshalb verdächtig, weil er eine sicherheitsrelevante Aktion ermöglicht.
Wenn Sie die Registrierung oder das Zurücksetzen selbst über die manuell aufgerufene Website von suchen.expert gestartet haben, kann eine solche Nachricht erwartet sein.
Behandeln Sie den vollständigen Link dennoch wie eine vertrauliche Sicherheitsinformation:
- Verwenden Sie ihn nur für den von Ihnen selbst gestarteten Vorgang.
- Leiten Sie ihn nicht weiter.
- Veröffentlichen Sie keinen vollständigen Screenshot davon.
- Kopieren Sie ihn nicht in Chats, Formulare oder Supportanfragen.
- Verwenden Sie bei mehreren Nachrichten grundsätzlich den neuesten Link, da ein neuer Vorgang einen älteren Link ersetzen kann.
- Öffnen Sie ihn nicht, wenn Anlass, Zeitpunkt oder Zieladresse unklar sind.
Links können je nach Verfahren nur einmal verwendbar, zeitlich begrenzt oder nach einer neueren Anfrage nicht mehr gültig sein.
Falls Sie Zweifel haben, öffnen Sie suchen.expert manuell und starten Sie den gewünschten Vorgang dort erneut, sofern die entsprechende Funktion angeboten wird.
Inhalt und Ton sind kein Echtheitsbeweis
Eine echte Nachricht kann kurz oder automatisch formuliert sein. Umgekehrt kann eine Fälschung fehlerfrei geschrieben sein, echte Logos verwenden und persönliche Angaben enthalten.
Beurteilen Sie eine Nachricht daher nicht nur nach Gestaltung, Rechtschreibung oder Anrede.
Warnzeichen sind insbesondere:
- unerwarteter Zeitdruck oder Drohungen mit Kontosperrung, Kosten oder rechtlichen Folgen,
- Aufforderungen zur Weitergabe von Passwort, Einmalcode, PIN, TAN oder Zahlungsdaten,
- die Bitte, eine Zahlung, Rückerstattung oder Kontoprüfung über einen fremden Link abzuwickeln,
- die Forderung, eine App, Browsererweiterung oder Fernwartungssoftware zu installieren,
- die Aufforderung, Sicherheitsfunktionen auszuschalten,
- die Aufforderung, eine Anmeldung zu bestätigen, die Sie nicht selbst gestartet haben,
- ungewöhnliche Zahlungsarten,
- ein unerwarteter Wechsel auf einen externen Kommunikationskanal.
Passwörter, Einmalcodes, vollständige Sicherheitslinks, PINs und TANs werden für eine normale Supportprüfung nicht benötigt und dürfen nicht weitergegeben werden.
Anhänge und QR-Codes vorsichtig behandeln
Öffnen Sie unerwartete Anhänge nicht, auch wenn Dateiname, Logo oder Absender plausibel wirken.
Aktivieren Sie keine Makros, Bearbeitungsfunktionen oder eingebetteten Inhalte und installieren Sie keine aus einer Nachricht angebotene Software.
Ein QR-Code ist ein nicht unmittelbar lesbarer Link. Prüfen Sie nach dem Scannen zuerst die angezeigte Zieladresse und öffnen Sie sie nur, wenn Anlass und Domain eindeutig nachvollziehbar sind.
Eine grafisch professionell gestaltete Nachricht oder ein QR-Code auf einem scheinbar offiziellen Dokument bestätigt nicht dessen Herkunft.
suchen.expert unabhängig von der Nachricht öffnen
Rufen Sie suchen.expert über eine selbst eingegebene Adresse oder ein eigenes gespeichertes Lesezeichen auf. Melden Sie sich dort an und prüfen Sie, ob der behauptete Vorgang zu Ihrem Konto, einer tatsächlichen Nachricht oder einem von Ihnen gestarteten Prozess passt.
Nicht jede E-Mail muss zusätzlich als Mitteilung im Konto erscheinen. Das Fehlen einer entsprechenden Plattformnachricht beweist daher für sich allein keine Fälschung. Entscheidend ist, ob Sie den Vorgang unabhängig von der erhaltenen Nachricht nachvollziehen können.
Antworten Sie bei Zweifeln nicht auf die verdächtige E-Mail oder SMS und verwenden Sie keine darin angegebene Telefonnummer.
Welche Angaben dem Support helfen
Für eine Prüfung können folgende Angaben nützlich sein:
- Datum und Uhrzeit der Nachricht einschließlich Zeitzone,
- der verwendete Kanal, etwa E-Mail oder SMS,
- Betreff und genauer Wortlaut der verdächtigen Mitteilung,
- der sichtbare Absendername und die vollständig angezeigte Absenderadresse,
- eine gegebenenfalls abweichende Antwortadresse,
- bei SMS die angezeigte Rufnummer oder Absenderbezeichnung,
- die Domain des Linkziels oder eine gekürzte Darstellung der URL ohne persönliche Parameter und Sicherheitstoken,
- eine kurze Beschreibung, ob Sie zuvor selbst eine Registrierung, Aktivierung oder Passwortzurücksetzung ausgelöst haben,
- ein Screenshot, auf dem vertrauliche und nicht benötigte personenbezogene Daten verdeckt wurden.
Senden Sie niemals Ihr Passwort, einen Einmalcode, den vollständigen Aktivierungs- oder Zurücksetzungslink, Cookies, Sitzungskennungen, Zahlungsdaten oder unaufgefordert Ausweisdokumente.
Auch vollständige E-Mail-Header können personenbezogene und technische Daten enthalten. Übermitteln Sie sie nur nach konkreter Aufforderung über einen offiziellen Weg.
Verdächtige Nachrichten als Beweis sichern
Wenn Sie die Nachricht melden möchten oder bereits ein Schaden entstanden ist, sichern Sie sie vor dem Löschen.
Bewahren Sie nach Möglichkeit auf:
- die ursprüngliche Nachricht,
- Absenderangaben,
- Datum und Uhrzeit,
- Screenshots,
- das angezeigte Linkziel,
- Informationen zum betroffenen Konto oder Vorgang.
Öffnen Sie dafür keine verdächtigen Links oder Anhänge erneut.
Leiten Sie vollständige Sicherheitslinks oder potenziell schädliche Anhänge nicht unaufgefordert weiter. Nutzen Sie zusätzlich die Meldefunktion Ihres E-Mail- oder Mobilfunkanbieters, sofern eine solche angeboten wird.
Wenn Sie bereits mit der Nachricht interagiert haben
Wenn Sie nur einen Link geöffnet, aber keine Daten eingegeben, keine Datei ausgeführt und keine Berechtigung erteilt haben, schließen Sie die Seite.
Prüfen Sie, ob eine Datei heruntergeladen wurde, und öffnen Sie diese nicht. Ein Klick allein beweist noch keine Kompromittierung. Achten Sie dennoch auf ungewöhnliche Kontoaktivitäten und Sicherheitsmeldungen.
Wenn Sie ein Passwort, einen Einmalcode oder einen vollständigen Sicherheitslink eingegeben beziehungsweise weitergegeben haben, öffnen Sie den betroffenen Dienst auf einem anderen vertrauenswürdigen Gerät über die selbst eingegebene Adresse.
Ändern Sie das betroffene Passwort und jedes andere Konto, bei dem dasselbe Passwort verwendet wurde. Sichern Sie besonders das zugehörige E-Mail-Konto und beenden Sie unbekannte Sitzungen, sofern der jeweilige Dienst diese Funktion anbietet.
Wenn Sie einen Anhang ausgeführt, Makros aktiviert, Software installiert oder Fernzugriff erlaubt haben, verwenden Sie das betroffene Gerät vorerst nicht für Anmeldungen oder Zahlungen.
Trennen Sie es, soweit sicher möglich, vom Netzwerk, lassen Sie es mit aktueller Sicherheitssoftware prüfen und holen Sie bei Bedarf fachkundige Hilfe ein. Ändern Sie Zugangsdaten von einem anderen vertrauenswürdigen Gerät.
Kontaktieren Sie bei übermittelten Zahlungsdaten oder einer bereits veranlassten Zahlung unverzüglich die Bank, das Kartenunternehmen oder den Zahlungsdienstleister über dessen offiziellen Kontaktweg. Eine Rückholung lässt sich nicht garantieren.